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Montag, 26. Juli, 2021

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Wie sicher ist der Bitcoin?

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Wie sicher sind Bitcoins?
rel="nofollow">Jason Dent auf Unsplash

Der Bitcoin entwickelt sich spektakulär. Manch Anleger denkt daher mehr denn je darüber nach, in die Kryptowährung zu investieren. Aber wie sicher ist der Bitcoin eigentlich?

Bitcoins haftet immer noch etwas Verruchtes an, obwohl sie schon fast in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind und immer mehr Anleger in die digitale Währung investieren.

Das liegt sicherlich auch daran, dass Bitcoins ursprünglich als anonymes Zahlungsmittel gedacht waren, bei dem keiner nachvollziehen können sollte, wer wann wie viel Bitcoin gekauft und was er damit gemacht hat. 

Durch das zunehmende Interesse der breiten Bevölkerung und die Adelung des Coins durch namhafte Investoren wie PayPal, Microstrategy oder Tesla kommen Kryptowährungen aber immer mehr aus der „Schmuddelecke“ heraus. In der Folge wollen immer mehr Nutzer Ihre Euro gegen Bitcoins eintauschen und dem Wert beim Wachsen zusehen.

Große Kryptobörsen wie beispielsweise Bitcoin.de, bei denen man Bitcoins online kaufen kann weisen heutzutage einen hohen Sicherheitsstandard auf. So ist der Kauf und Verkauf von Bitcoins mit weniger Risiken verbunden – auch wenn er nicht mehr ganz anonym ablaufen kann wie in den Anfangszeiten.

Wie sicher sind Bitcoins?

Kurz auf den Punkt gebracht: Bitcoins sind sehr sicher. 

Warum ist das so? Weil ein Bitcoin bei seiner Entstehung auf der Blockchain, quasi dem digitalen Kassenbuch, verschlüsselt und gesichert wird. Viele Menschen arbeiten gemeinsam daran, die Transaktionen im Bitcoin-Entstehungsprozess zu verschlüsseln. So sind alle persönlichen Daten davor geschützt, von Dritten eingesehen zu werden. 

Selbst wenn Hacker es in das System hineinschafften, fänden sie nichts, was sich zu stehlen lohnte. Sämtliche Transaktionen sind transparent und öffentlich einsehbar, selbst wenn die beteiligten Personen anonym sind. Eine Transaktion ist außerdem unwiderruflich in der Blockchain festgehalten. Niemand kann hier betrügen oder das System überlisten.

Zudem ist Bitcoin dezentral organisiert. Weltweit stehen Server, die sämtliche Transaktionen im System nachverfolgen und in die Blockchain eintragen. Sollte ein Server ausfallen, übernehmen die anderen seine Arbeit. 

All diese Aspekte beziehen sich allein auf die technische Seite der Bitcoins. Wie sicher ist Bitcoin jedoch als Geldanlage?

Sind Bitcoins eine sichere Anlage?

Der Bitcoin als Geldanlage wird immer beliebter. Gerade in den letzten Monaten hat sich hier Unglaubliches getan: Nachdem der Bitcoin die Geldanlage schlechthin des letzten Jahrzehnts war, ging es für ihn seit November 2020 nur noch bergauf. 

Angetrieben wurde der Höhenflug durch die Meldung, dass PayPal Bitcoin als Zahlungsmittel anbietet – zunächst nur in den USA. Jüngst sorgte außerdem eine andere Meldung für ein neues Allzeithoch: Elon Musk hat im Februar 2021 1,5 Milliarden Dollar der Geldbestände von Tesla in Bitcoin investiert. Daraufhin ging der Kurs durch die Decke. 

Wir dürfen recht überzeugt sein, dass der Kurs weiter steigen wird, denn andere Konzerne werden nachziehen. 

Wie lange steigt der Kurs noch?

In der Frage, bis wohin der Kurs noch steigen kann, herrscht Uneinigkeit. Manche halten 146.000 Dollar für realistisch, andere 500.000 und wieder andere eine Million. 

Angefangen hat der Bitcoin vor zehn Jahren bei etwa 10 Cent. Eines ist also klar: Er war bislang eine äußerst rentable Geldanlage. Wer damals Euro investiert hat, kann sich heute über ein Vielfaches davon freuen.

Beim Bitcoin gibt es aber eine viel höhere Volatilität als bei anderen Anlageobjekten, wie etwa Aktien. Kursschwankungen von zweistelligen Prozentbeträgen binnen weniger Stunden sind nichts Außergewöhnliches. Jedoch sollte Bitcoin als langfristige Geldanlage gesehen werden und als solche ist er sicher.

Lesen Sie auch: Wie entsteht der Bitcoin-Preis?

Wie viel wäre Ihre Investition heute wert?

Sie können sich ausrechnen, wie viel Geld Sie heute hätten, wenn Sie 2011 wenige Euro in Bitcoin investiert und diese bis heute gehalten hätten. Nutzen Sie dafür unseren kostenlosen Online-Rechner. 

Dass es einen kompletten Crash und Preiseinbruch beim Bitcoin gibt, ist relativ unwahrscheinlich. Unmöglich ist es zwar nicht, aber gerade durch das neue Interesse großer institutioneller Anleger doch unrealistisch.

Wie kann man Bitcoins sicher kaufen?

Ja, man kann Bitcoins sicher kaufen. Sie können Bitcoins online kaufen oder sich die Kryptowährung offline sichern. Am besten erwerben Sie Bitcoins bei einem seriösen Handelsplatz wie Bitcoin.de, Binance, Coinbase, eToro, Bitpanda oder mit der BisonApp. 

Lesen Sie dazu auch unsere Tipps: Den richtigen Bitcoin-Anbieter finden – So geht‘s

Wichtig ist, dass es sich um einen etablierten Handelsplatz handelt, der lange genug auf dem Markt ist und dem genügend Nutzer vertrauen. Alternativ können Sie Bitcoins weltweit und somit auch in Deutschland am Automaten kaufen. 

Bitcoins kaufen: Wie hoch ist das Risiko?

Ein Risiko gehen Sie mit der Kryptowährung im Grunde nur dann ein, wenn Sie Ihre Bitcoins nicht an den gängigen Handelsplätzen erwerben. Verabreden Sie sich beispielsweise mit Unbekannten im Internet, mit denen Sie sich dann zum Bitcoinkauf treffen, ist das Risiko selbstredend sehr hoch. Davon raten wir unbedingt ab.

Wenn Sie stattdessen eine der vielen seriösen Kryptobörsen nutzen, um Ihren Kauf von Bitcoin oder anderen Kryptowährungen abzuwickeln, läuft die Transaktion sicher ab. Sie brauchen dann keine Bedenken zu haben, dass Ihr Geld plötzlich weg ist. Die Sicherheit wird durch die hohen Sicherheitsstandards der Kryptobörsen und durch die Sicherheit der Blockchain selbst gewährleistet. 

Wenn Sie einen Coin einmal gekauft haben, gehört er sicher Ihnen und niemand kann ihn Ihnen wegnehmen – außer, Sie teilen Ihren Private Key mit jemandem oder verlieren Ihre Wallet, also das digitale Portemonnaie, in dem Sie das digitale Geld verwahren. 

Das kann natürlich passieren. Jedoch liegen diese Lücken in der Sicherheit nicht am Bitcoin bzw. an anderen Kryptowährungen, sondern an menschlichem Versagen.

Bitcoins kaufen ohne Verifizierung: Geht das?

Früher war es die Regel, dass man eine digitale Währung ohne Verifizierung kauft. Heutzutage ist das nicht mehr Standard. Damit geht die Grundidee der digitalen Währung zwar verloren, denn sie sollte ja gerade eine anonyme Alternative zum Fiat Geld darstellen. Finanzdienstleister machen heutzutage jedoch eine Verifizierung erforderlich, um die Sicherheit Ihrer Plattform zu gewährleisten. 

Möchten Sie als Anleger eine digitale Währung erwerben, ohne sich zu verifizieren, geht dies allenfalls noch, wenn Sie von jemandem offline Bitcoins kaufen und sie dann in Ihre Wallet übertragen. Wenn Sie diese Person allerdings nicht kennen, entstehen Ihnen dabei andere Risiken. 

Bitcoins sicher aufbewahren: So geht’s

Haben Sie den Kauf der Kryptowährung bei einem Anbieter vollzogen, müssen Sie die Bitcoins sicher aufbewahren. Am besten nutzen Sie dafür Ihre Wallet. Diese können Sie entweder online einrichten oder Hardware dafür nutzen. Beispiele für geeignete Hardware sind Ledger und Trezor. Beide Geräte ähneln einem USB-Stick und halten ihre digitale Währung vor.

Absolut essenziell bei der Wallet ist, den Zugangscode, also den sog. Key, sicher zu verwahren. In der Szene sagt man: „Not your keys, not your coins.” Das bedeutet: Wenn Sie den Key vergessen und somit keinen Zugriff mehr auf Ihre eigene Wallet haben, hat sie faktisch keinen Wert mehr. Die darauf enthaltenen Bitcoins und auch anderen Kryptowährungen sind dann für Sie und auch für alle anderen Nutzer verloren.

Die aktuelle Marktkapitalisierung von Bitcoin liegt bei ungefähr 400 Mrd. Euro (Stand Januar 2021). Man geht davon aus, dass durch verlorene Passwörter ca. 10% nicht mehr auf ihre Wallets zugreifen können. Passen Sie also immer sehr gut darauf auf!

Bitcoins schürfen: Wie funktioniert das Mining?

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orange and silver electric device
Photo by Lars Kienle on Unsplash

Wenn Sie sich in das Thema „Bitcoin“ einfuchsen, stolpern Sie bald über den Begriff „Mining“, also das Schürfen der digitalen Währung. Wie das funktioniert, erfahren Sie hier.

Für das Mining von Bitcoin werden Hochleistungscomputer benötigt. Aktuell sind diese quer über die ganze Welt verteilt. Besonders in China und Indien gibt es zahlreiche Schürfer, die rund um die Uhr neue Bitcoins schürfen. 

Alle Informationen zum Mining sowie die Antwort auf die Frage, ob Sie das auch können, lesen Sie hier.

Was bedeutet Bitcoins schürfen?

Es gibt drei Möglichkeiten, um an Bitcoins zu gelangen:

  1. Sie kaufen Bitcoins an einem gängigen Handelsplatz für Kryptowährungen.
  2. Ihre Güter und Dienstleistungen werden mit Bitcoin bezahlt.
  3. Sie sorgen selbst dafür, dass ein neuer Bitcoin entsteht, indem Sie ihn „minen“, bzw. schürfen.

Beim Mining entsteht nicht wirklich etwas Greifbares, da Kryptowährungen ausschließlich digital existieren. Somit stellen die Miner auch keinen Bitcoin in dem Sinne her, dass sie etwas Physisches erstellen.

Was tun Bitcoin-Miner?

Um zu verstehen, was Bitcoin-Mining ist, muss man einen Schritt zurückgehen: Bitcoin existiert wie erwähnt nur digital. Um die ebenfalls nur digital vorgenommenen, weltweiten Transaktionen mit der Währung nachvollziehen zu können, wird eine enorme Rechenleistung von Computern benötigt. 

Diese Computer tragen jede Transaktion in die sog. Blockchain ein. Sie kann als digitales Kassenbuch verstanden werden. So bleibt jede Bitcoin-Transaktion vollkommen transparent. 

Die genaue Eintragung verhindert außerdem, dass ein Bitcoin mehrfach ausgegeben wird. Man spricht hier vom sog. „Double Spending“. All dies erhält den Wert der Kryptowährung.

Was die Miner dafür konkret tun, ist dies:

  • Sie stellen die Rechenleistung ihres Computers zur Verfügung.
  • Mit dieser Rechenleistung werden die mit Bitcoin getätigten Transaktionen verarbeitet und in die Blockchain eingetragen.
  • Als Belohnung dafür bekommen die Miner eine bestimmte Menge Bitcoins.

Durch das Mining wird also gewährleistet, dass immer genug Rechenleistung vorhanden ist, um die Blockchain zu pflegen. Das ist wichtig, um den Wert bzw. Kurs der Währung nicht zu gefährden.

Lesen Sie dazu auch: Wie entsteht der Bitcoin-Kurs?

Bitcoins schürfen: Wie geht das?

Sobald ein Block von Transaktionen durch die Computer errechnet wird, arbeiten ihn die Schürfer durch einen Prozess ab, der für die Blockchain spezifisch ist. Das funktioniert so:

  • Am Anfang des Prozesses werden die Informationen für die Transaktionen des Blocks mathematisch verschlüsselt. So wird eine hohe Anzahl an Informationen in einen deutlich kleineren „Hash“ umgewandelt. Ein Hash ist eine Zahlenfolge. Jeder Hash ist einzigartig und unterscheidet sich von allen anderen.
  • In der Bitcoin Blockchain enthält ein Hash die Information des letzten Blocks sowie die Informationen der neu durchgeführten Transaktionen. Der Mining Prozess stellt sicher, dass Transaktionen nicht verfälscht werden können. 
  • Im Gegenzug für das Mining erhält der Miner eine Belohnung in Form von Bitcoin. Derzeit (Stand: Februar 2021) sind das 6,25 Bitcoin je Block. 

Je nach aktuellem Kurs der Kryptowährung verdienen Miner also mal mehr und mal weniger durch das Schürfen.

Hier finden Sie die aktuellen Kurse der verbreitetsten Kryptowährungen.

Verschiedene Verfahren zum Schürfen von Bitcoin

Man unterscheidet beim Mining zwei Verfahren:

  1. Proof-of-Work (POW)
  2. Proof-of-Stake (POS)

Proof of Work (POW)

Beim POW handelt es sich um einen sog. Konsensmechanismus. Er wird für Bitcoin bzw. die Blockchain genutzt. Dies bedeutet, dass die Miner die mit der Kryptowährung getätigten Transaktionen durch Rechenleistung validieren. 

Bevor ein weiter Eintrag zur Blockchain hinzugefügt wird, bekommen die Miner hierfür komplizierte, kryptografische Aufgaben. Diese lassen sie durch ihre Rechner lösen. Gelingt dies, kann der Betreiber mit der Lösung nachweisen, dass er Rechenleistung zur Verfügung gestellt hat. Dies wird vom Netzwerk überprüft und erst dann wird der neue Eintrag der Blockchain hinzugefügt.

Proof of Stake (POS)

Beim Proof of Stake wird ebenfalls ein Konsens darüber erzielt, wer den nächsten Block an die Blockchain anhängen darf. Dabei wird eine gewichtete, zufällige Auswahl getroffen. Zum Tragen kommen bei der Auswahl die Teilnahmedauer der Miner und auch deren Krypto-Vermögen.

Der ausgewählte Miner hält dann kleinere Mengen der Kryptowährung in seiner Wallet vor. Dadurch werden sie entsperrt. Die teilnehmenden Miner validieren mit der Gesamtheit der Anteile die Transaktionen. Als Belohnung gibt es auch hier einen bestimmten Betrag in Bitcoin.

Kann jeder Bitcoins schürfen?

Theoretisch kann jeder Bitcoins schürfen und als Miner agieren, der über die entsprechende Ausrüstung verfügt. Zum Minen der Kryptowährung muss lediglich die spezielle Hardware rund um die Uhr im Einsatz sein.

Darf jeder Bitcoins schürfen?

Prinzipiell darf auch jeder Bitcoin schürfen und neue Bitcoins erschaffen. In Deutschland handelt es sich dabei allerdings um eine rechtliche Grauzone.

Möchten Sie auf Nummer sicher gehen, dass mit Ihren Mining-Aktivitäten alles rechtlich und steuerlich einwandfrei ist, sollten Sie sich professionell beraten lassen und ggf. ein Gewerbe anmelden.

Bitcoins schürfen: Welche Technik braucht man?

Man braucht eine gewisse Ausrüstung, damit man sich erfolgreich als Miner betätigen kann. 

Schweres Gerät braucht man auch für das Schürfen von Bitcoins, allerdings geht es dabei eher um Rechenleistung, als um PS. Photo by Jason Jarrach on Unsplash
Schweres Gerät braucht man auch für das Schürfen von Bitcoins, allerdings geht es dabei eher um Rechenleistung, als um PS. Photo by Jason Jarrach on Unsplash

Für das Mining braucht man eine leistungsfähige Hardware, denn ein herkömmlicher Computer reicht dafür nicht. Eine geeignete Hardware ist eine sehr gute Grafikkarte oder ein spezieller Bitcoin-Mining-Computer, ein sogenannter „Rig“.

Den Bitcoin-Miner schließen Sie per LAN-Kabel an Ihren Router an und konfigurieren ihn über den Webbrowser. Aktuelle Bitcoin-Miner-Modelle besitzen inzwischen ein Netzteil, sodass die Stromversorgung recht unkompliziert möglich ist.

Zudem brauchen Sie eine leistungsstarke Klimaanlage, um den Raum zu kühlen, in dem Ihre Hardware untergebracht ist.

Was kostet das Mining?

Für einen geeigneten Rechner, also einen Bitcoin-Miner, zahlen Sie in der Anschaffung zwischen 150 € und über 6.000 €. Ein wesentlicher Aspekt beim Mining ist allerdings der Stromverbrauch. Die Computer brauchen Strom, um zu laufen. Weil es dann ganz schön heiß im Raum wird, werden wiederum gute Klimaanlagen benötigt, um die Rechner zu kühlen. Deshalb nutzen in Indien viele Schürfer Solarenergie. 

Allein für den Rechner können Sie im Schnitt mit 64 € pro Tag an Stromkosten rechnen. Hinzu kommen die Kosten für Zusatzperipherie wie Netzwerk oder Router sowie die Kosten für die Klimaanlage. 

Miner müssen somit erst einmal reichlich Geld investieren und Technik kaufen, bevor sie ihre Belohnung in Form der Kryptowährung bekommen.

Lohnt es sich, Bitcons zu schürfen?

Wer im deutschsprachigen Raum ansässig ist, fährt wenig Rendite ein, wenn er Bitcoin mint. Dafür sind die Kosten für die Hardware und die Strompreise einfach zu hoch. 

Selbst bei einem hohen Bitcoin-Kurs dauert es für eine Einzelperson relativ lange, einen Block zu minen. Entsprechend hoch sind die Stromkosten. Der Aufwand ist es hierzulande in der Regel nicht wert, neue Bitcoins zu schürfen.

Es gibt mittlerweile riesige Mining-Farmen, die Bitcoin im großen Stil schürfen. Die Farmen arbeiten nach dem Prinzip, dass sie registrierten Nutzern ihre Rechnerleistungen für das Schürfen freigeben. Die Nutzer mieten Hashpower und bekommen im Gegenzug eine anteilige Rendite am Mining-Ergebnis. 

Bei der Auswahl einer geeigneten Mining Farm ist jedoch Vorsicht geboten, denn es tummeln sich auch einige schwarze Schafe darunter.

Wie viele Bitcoins kann man schürfen?

Theoretisch können rund um die Uhr Coins geschürft werden, aber die Gesamtmenge an Bitcoins ist auf 21 Millionen begrenzt. Damit soll der Wert der Währung gesichert werden.

Bis die Miner die Gesamtmenge an möglichen Coins geschürft haben, vergeht jedoch noch einige Zeit. Voraussichtlich wird das im Jahr 2140 der Fall sein.

Wie lange dauert es, Bitcoins zu schürfen?

Nutzer, die alleine minen, brauchen sehr lange, um einen Bitcoin-Block zu erschaffen. Rentabler ist das Minen in einem Pool mit anderen zusammen – das sogenannte Cloudmining. Dabei wird der Gewinn je geschürftem Block an alle Beteiligten ausgezahlt. 

Lesen Sie auch: Wie sicher ist Bitcoin?

Gibt es eine Anleitung zum Schürfen von Bitcoins?

Eine explizite Anleitung, ähnlich einer Gebrauchsanweisung, gibt es für das Minen von Bitcoin nicht. Wenn Sie sich dafür interessieren, finden Sie aber zahlreiche YouTube-Tutorials.

Die richtige Hardware zum Schürfen

Wichtig ist, dass Sie sich die beste Hardware kaufen, die es aktuell am Markt gibt. Nur so stellen halten Sie sich die Chance offen, dass Ihre Einnahmen Ihre Ausgaben übersteigen. Das gelingt natürlich umso leichter, je höher der Kurs des Bitcoins aktuell ist.

Die passende Hardware ist allerdings leicht zu bekommen, wenn man die nötigen finanziellen Mittel dafür hat. Es gibt sie beispielsweise auf Amazon oder Ebay. Nachdem die Hardware installiert ist, kann das Minen beginnen.

Cloudmining

Eine einfachere Möglichkeit, mit Minen Geld zu verdienen ist das oben bereits erwähnte Cloudmining. Dafür müssen Sie keinerlei technische Anforderungen erfüllen oder Hardware kaufen, sondern „nur“ etwas Geld investieren. 

Sie stellen Ihr Geld beim Cloudmining über einen bestimmten Zeitraum für das Schürfen von Bitcoins zur Verfügung und erhalten im Gegenzug eine Rendite, die sich aus dem aktuellen Kurs der Kryptowährung ergibt. 

Der bekannteste Anbieter für Cloudmining ist Genesis. Hier können Sie – wie bei vielen anderen Anbietern auch – zwischen verschiedenen Preismodellen wählen. Meist stehen Ihnen drei Preismodelle zur Verfügung, andere Anbieter haben auch die Option, dass Sie sich ein eigenes Paket zusammenstellen. 

Beim Cloudmining bleibt jedoch ein Risiko für Sie bestehen, da Sie nicht im Besitz der Mining-Ausrüstung sind. Im Bereich Cloudmining kam es über die Jahre immer wieder zu Betrugsfällen. Wir raten Ihnen daher, hier ausgesprochen vorsichtig zu handeln.

Wo kann ich Bitcoins online kaufen?

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Wo kann ich Bitcoins online kaufen?
Karolina Grabowska at Pexels

Sie möchten Bitcoin als Geldanlage nutzen, wissen aber nicht, wo Sie Kryptowährungen online kaufen können? Hier erfahren Sie, wie es geht. 

Immer mehr Anbieter, immer mehr Sicherheit

Heutzutage ist es viel leichter, Bitcoins online zu kaufen als es noch vor drei Jahren der Fall war. Es ist auch sicherer geworden, Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum online zu handeln, weil die meisten Krypto-Börsen und Anbieter von Kryptos mittlerweile reguliert werden. 

Wer aktuell Bitcoins online kaufen möchte, kann unter zahlreichen Anbietern genau den für den Kauf auswählen, der ihm persönlich am meisten zusagt.

Welche Anbieter für Bitcoin gibt es?

Es gibt eine Reihe großer Trading-Plattformen, auf denen Sie Bitcoin und andere Kryptowährungen handeln, also online kaufen und verkaufen, können. Die bekanntesten Krypto-Börsen, bzw. -Marktplätze sind in Deutschland diese:

  • BSDEX 
  • eToro
  • Bitcoin.de
  • Bitpanda
  • Coinbase
  • Bitstamp
  • Kraken
  • Binance
  • Cex.io

Alle diese Plattformen sind sicher und vertrauenswürdig im Hinblick auf den Kauf von Bitcoin. 

Wie unterscheiden sich die Anbieter, Börsen und Marktplätze?

Bei den verschiedenen Anbietern für Bitcoin gibt es teils erhebliche Unterschiede. So bieten etwa nicht alle die Option an, Geld kostenlos ein- und auszuzahlen.

Unterschiede gibt es auch in der Nutzerfreundlichkeit, Übersichtlichkeit oder Sicherheit einer Plattform. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kauft nur auf einer Plattform, die in Deutschland reguliert wird – dann ist die Auswahl aber mit der BSDEX bereits erschöpft. 

BSDEX

Die Plattform Digital Exchange Börse Stuttgart (BSDEX) bietet ein umfassendes Angebot. Hier sind kostenlose Ein- und Auszahlungen von Euro und Bitcoin möglich, es werden keine Kontoführungsgebühren erhoben und eine kostenlose Verwahrung der Coins in einer Wallet ist ebenfalls möglich. Es gibt hier einen deutschsprachigen Support. Das macht die Kommunikation rund um den Kauf einfach.

Lesen Sie dazu auch: ►Wallet für Bitcoins – Das müssen Sie wissen

eToro

Auch eine europäisch regulierte Plattform wie eToro ist eine vertrauenswürdige Alternative für den Kauf von Bitcoin. Der deutsche Gesetzgeber sieht weitere Regulierungen für Krypto-Anbieter vor, die wahrscheinlich bereits 2021 in Kraft treten werden. Es bleibt abzuwarten, welche Konsequenzen für ausländische Anbieter sich dann ergeben.

Bitcoin.de

Bitcoin.de ist die führende Krypto-Börse in Deutschland. Hier hat das Unternehmen auch seinen Sitz. Je Transaktion werden Gebühren zwischen 0,8 Prozent und 1 Prozent fällig. Bitcoin.de bietet einen Treuhandschutz und unterliegt den deutschen und europäischen Regulierungen und Bestimmungen. Als größte deutsche Krypto-Börse bietet Bitcoin.de eine hohe Zahl an Käufern und Verkäufern von Kryptowährungen. Es ist hier besonders einfach, zu handeln, zu kaufen und zu verkaufen.

Bitpanda

Bitpanda hat den Unternehmenssitz in Österreich. Das erleichtert die Kommunikation mit dem Support, denn dieser spricht Deutsch. Die Nutzeroberfläche ist übersichtlich und einfach zu verstehen. Gebühren sind hier im Kaufpreis enthalten und werden nicht extra ausgewiesen. Sie liegen bei 1,49 Prozent. SEPA-Überweisungen kosten nichts. Wer seine Kreditkarte nutzt, muss 1,5 Prozent Gebühren zahlen.

Coinbase

Coinbase bietet eine große Auswahl an Kryptowährungen und eine kostenlose Verwahrung der Kryptos in einer Wallet. Man kann hier per SEPA-Überweisung Ein- und Auszahlungen tätigen, je Transaktion fallen 0,15 Euro Gebühren an. Die Krypto-Börse ist nicht in Deutschland ansässig und auch nicht hier reguliert. Nur Kunden mit hohen Handelsvolumen profitieren von einem günstigen Transaktionsentgelt. 

Bitstamp

Bitstamp ist seit 10 Jahren auf dem Markt und bietet eine benutzerfreundliche Oberfläche zum Kaufen und Verkaufen von Bitcoin. SEPA-Einzahlungen sind kostenlos, SEPA-Auszahlungen kosten drei Euro. Auch eine Bitcoin-Auszahlung ist gebührenpflichtig und Services kosten hier generell. Vorteile gibt es für Kunden mit hohem Handelsvolumen. Auch dieser Anbieter für Bitcoin ist nicht in Deutschland ansässig oder reguliert. 

Kraken

Eine weitere alte Krypto-Börse ist Kraken,ebenfalls seit 2011 auf dem Markt. Neben einer großen Auswahl an Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum gibt es hier günstige Transaktionsentgelte. Die Börse bietet eine kostenlose Verwahrung der digitalen Währung in einer Wallet an und erhebt keine Kontoführungsgebühren. Sie ist nicht in Deutschland ansässig und wird auch nicht hier reguliert. 

Binance

Bei Binance finden Sie eine große Vielfalt an Coins, die Sie handeln können: Neben Bitcoin und Ethereum finden Sie hier noch zahlreiche weitere. Möchten Sie Bitcoins einzahlen, kostet Sie das nichts. Eine Auszahlung ist gebührenpflichtig. Zudem ist hier eine SEPA-Einzahlung nicht möglich. Sie profitieren von günstigen Transaktionsentgelten und können sich die mobile App für iOS und Android herunterladen. Auch Binance ist aber kein deutscher Anbieter.

Bitfinex

Bitfinex erhebt keine Kontoführungsgebühr, richtet sich dafür aber eher an Kunden, die eine große Geldanlage vornehmen möchten. Wer hier Euro einzahlt, muss eine Mindesteinzahlung von 10.000 Euro tätigen. Ein- und Auszahlungen kosten meistens, sind aber eher günstig. Auch Bitfinex ist ein Anbieter für Bitcoin, der nicht in Deutschland reguliert wird.

CEX.IO

CEX.IO ist eine der größten Krypto-Börsen mit Sitz in London. Die Plattform wird von den britischen Aufsichtsbehörden reguliert. Die Oberfläche ist nutzerfreundlich, das Angebot nicht überladen – es beschränkt sich auf Bitcoin, Ethereum und Dash. Einen Kundensupport gibt es nur auf Englisch und die Kommunikation gestaltet sich per Mail zuweilen recht schleppend. Die Gebühren beim Kaufen und Verkaufen von Bitcoin ergeben sich aus dem Handelsvolumen und werden weniger, je mehr Geld man einzahlt.

Wie erkenne ich einen seriösen Anbieter?

Einen seriösen Anbieter erkennen Sie an verschiedenen Kriterien. Ein wichtiges Kriterium ist die Größe: Wie viele Nutzer hat eine Plattform? 

Ein weiteres Kriterium ist die Sicherheit. Die Plattform sollte möglichst gut gegen Hackerangriffe gewappnet sein – besonders, wenn sie die Coins ihrer Nutzer aufbewahrt. 

Verifizierung und Einlagensicherung

Während der Handel von Bitcoins in der Anfangszeit hauptsächlich anonym ablief, ist das heute bei einem seriösen Anbieter nicht mehr möglich. Hier muss man sich verifizieren, wenn man ein Konto eröffnet. Dafür gibt es bei vielen Anbietern eine Einlagensicherung, wie man sie von Banken kennt. 

Kundensupport

Hilfreich ist es auch, wenn Sie bei Bedarf einen Kundensupport erreichen können, der Ihnen weiterhilft. Hier haben die meisten Anbieter derzeit noch Verbesserungspotenzial. Nichtsdestotrotz gibt es bei der deutschen BisonApp und auch bei eToro einen deutschen Kundensupport. 

Nutzerfreundlichkeit und Sicherheit

Abschließend möchten wir Sie darauf hinweisen, dass es keinen einheitlichen Bitcoin Preis gibt und dieser von Anbieter zu Anbieter um einige Euro schwanken kann. Gerade wenn Sie zum ersten Mal Bitcoins online kaufen, sollten Sie nicht unbedingt den günstigsten Preis zum ausschlaggebenden Kriterium für einen Anbieter machen. Achten Sie vielmehr auf die Nutzerfreundlichkeit und Sicherheit, die Ihnen geboten werden. 

Nachdem es gerade in den letzten Jahren einen starken Zuwachs an Bitcoin-Käufern gab, haben viele Plattformen ihre Nutzerfreundlichkeit und Übersichtlichkeit verbessert. 

Tipps für den ersten Bitcoin-Kauf online

Kaufen Sie zum ersten Mal Bitcoins, wird es Ihnen wichtig sein, dass der Handel möglichst einfach und sicher abläuft. Es empfiehlt sich aus unserer Sicht, dass Sie mit einer großen Plattform in die Welt der Kryptowährungen einsteigen. Warum? Diese bietet Ihnen ein hohes Maß an Sicherheit gegenüber Hackerangriffen. 

Sie können aus einem breiten Angebot aus Kryptowährungen wählen. Meist kaufen Menschen nicht nur Bitcoins, sondern auch eine Auswahl an Altcoins, also Alternative Bitcoin. Damit sind andere Kryptowährungen neben dem Bitcoin gemeint.

Bei den meisten Plattformen finden Sie auch ein Demokonto, auf dem Sie einen Test der Börse durchführen können, ohne von Anfang an echtes Geld einsetzen zu müssen. Nachdem Sie sich verifiziert haben, können Sie hier aus vielen verschiedenen Möglichkeiten wählen, um Geld auf Ihr Konto einzuzahlen. Unter anderem wird oft auch PayPal akzeptiert. In Zukunft wird vermutlich auch in Deutschland die Option kommen, auf PayPal direkt Bitcoins online kaufen zu können. Dies ist eine besonders sichere Variante, da PayPal somit als zusätzliche Sicherheitsstufe fungiert.

Lesen Sie dazu auch: ►Wann sollte man Bitcoins kaufen?

Bitcoins online kaufen: Schritt für Schritt

Um eine Plattform zum Handel von Bitcoins nutzen zu können, müssen Sie zuerst einen Betrag an Euro darauf einzahlen. Haben Sie für dieses Geld Kryptowährungen gekauft, müssen Sie diese auf Ihre Wallet übertragen. 

Es gibt eine Hot Wallet, welche direkt mit dem Internet verbunden ist und die sie als App auf Ihrem Handy oder Desktop installieren. Die meisten Börsen bieten Hot Wallets an, in denen Sie Ihre Bitcoins direkt an der Börse aufbewahren können. Das ist bis zu einem gewissen Punkt sicher, aber theoretisch können Ihre Kryptos wie Bitcoin oder Ethereum hier gestohlen werden, was in der Vergangenheit auch schon passiert ist. 

Die sicherste Aufbewahrungsmöglichkeit ist eine Cold Wallet, die einem USB-Stick ähnelt und auf welchem Sie Ihre Bitcoin unabhängig vom Internet aufbewahren können. Ledger ist beispielsweise eine solche Hardware.

Eine schnelle und einfache Möglichkeit gerade für Einsteiger ist die BisonApp, die mit der Börse Stuttgart verbunden ist. Sie können auf dieser App Bitcoin, Ethereum, Litecoin, Ripple und Bitcoin Cash kaufen und auch einen Test der App in der Demoversion durchführen, ohne ein Konto anzulegen. 

Nachdem Sie sich in der BisonApp verifiziert haben, können Sie Ihren Handel mit echtem Geld beginnen. Dazu zahlen Sie Euro auf Ihr Konto ein und können dafür die angebotenen Kryptowährungen kaufen. Es gibt die Möglichkeit, Ihre Bitcoins direkt auf der App aufzubewahren, was Sie wegen der oben erwähnten Gründe aber nicht tun sollten.

Sie wollen Bitcoins lieber offline kaufen? Dann ist dieser Artikel interessant für Sie: ►Bitcoins offline kaufen – Wie geht das?

Wann sollte man Bitcoins kaufen?

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Ein älteres Paar fragt sich, wann man Bitcoins kaufen sollte.

Haben Sie sich entschlossen, Bitcoins zu erwerben, stellt sich recht bald eine wichtige Frage: Wann ist der beste Zeitpunkt, um Bitcoins zu kaufen?

Der Bitcoin Kurs ist starken Schwankungen ausgesetzt. Aber selbst wenn der Preis an einem Tag manchmal sogar um 20 Prozent schwankt, ist der Bitcoin kein Schnäppchen mehr. Den richtigen Moment abzupassen, kann daher im Portemonnaie einen großen Unterschied bedeuten.

Hier erfahren Sie, wann Sie am besten Bitcoins kaufen sollten und ob es sich denn überhaupt noch lohnt, auf die digitale Währung zu setzen.

Worauf Anfänger achten sollten, wenn sie ►zum ersten Mal Bitcoins kaufen, lesen Sie hier.

Lohnt es sich noch, Bitcoins zu kaufen?

Der ►Bitcoin-Preis hat sich allein im letzten Jahr vervierfacht und notierte im Januar 2021 zeitweise bei 42.000 Dollar, bzw. 33.000 Euro. Für das Geld kann man ein Auto erwerben. Die wenigsten Menschen sind allerdings bereit, 33.000 Euro auf einen Schlag auszugeben, um einen Bitcoin zu kaufen.

Die Frage, ob sich der Kauf von Bitcoins trotzdem noch lohnt, beantworten wir aber mit einem klaren Ja. Denn der Preis für die digitale Währung hat bei weitem noch nicht sein volles Potenzial erreicht. Bitcoin ist somit nach wie vor als Geldanlage attraktiv.

Lesen Sie dazu auch: ►Wo kann ich Bitcoins online kaufen?

Bitcoin: die profitabelste Geldanlage des Jahrzehnts

Prognosen, bis wohin der Preis für den Bitcoin noch steigen könnte, reichen von 146.000 Euro über 500.000 Euro, bis hin zu einer Million. Selbst wenn Sie heute erst ins Geschäft mit dem Bitcoin einsteigen, stehen die Chancen gut, dass Sie mit dieser Geldanlage langfristig Gewinn machen und Ihr Geld vervielfachen.

Bitcoins waren die profitabelste Geldanlage des letzten Jahrzehnts und werden es höchstwahrscheinlich auch in diesem Jahrzehnt bleiben. Menschen, die in Kryptowährungen investieren, sind in der Regel nach spätestens vier Jahren im Plus. Es handelt sich weiterhin um eine sehr renditestarke Anlageklasse.

http://bitcoineinfach.de/bitcoin-verstehen/bitcoin-rechner-so-viel-waere-ihre-bitcoin-investition-heute-wert/

Welche Coins soll ich kaufen? Bitcoins oder Altcoins?

Unter dem Begriff „Altcoins“ versteht man Alternative Coins, die wie der Bitcoin ebenfalls mittels Blockchain-Technologie gewonnen werden. Zu den Altcoins gehören beispielsweise Ripple, Bitcoin Cash oder Litecoin.

Manche Altcoins performen zeitweise deutlich besser als der Bitcoin. So haben sich in letzter Zeit besonders Ethereum und Polkadot durch eine hohe Performance hervorgetan.

Wenn Sie sich etwas mit Altcoins beschäftigen, werden Sie sehen, dass es jedoch auch viele „Shitcoins“ gibt. Das sind Kryptowährungen, die es nicht schaffen, sich langfristig zu etablieren und nach einiger Zeit wieder vom Markt verschwinden.

Die Performance eines Altcoins sollte daher zum einen über einen längeren Zeitraum beobachtet werden und zum anderen immer in Relation zum Bitcoin gesetzt werden – nicht zum Euro oder Dollar. Verschaffen Sie sich in Ruhe eine Übersicht.

Nach diesen Kriterien ist Ethereum aktuell eine gute Wahl, da der Coin schon länger am Markt ist und in den letzten Monaten teilweise besser performt hat als der Bitcoin.

Die richtige Gewichtung von Bitcoin und Altcoins

Sie können aber durchaus auch einige andere Kryptowährungen in Ihr Portfolio aufnehmen.

Achten Sie dabei jedoch darauf, den Bitcoin am stärksten zu gewichten, weil er über die Jahre hinweg immer besser performt hat als alle anderen Coins. Verschaffen Sie sich eine Übersicht und gewichten Sie Ihr Portfolio etwa in einem Verhältnis von 70:30 oder 60:40, wobei die Bitcoins immer den Großteil Ihrer Kryptowährungen ausmachen sollten.

Wann ist der beste Kurs beim Bitcoin zu erwarten?

Gerade Anfänger, die sich zum ersten Mal mit Kryptowährungen als Geldanlage befassen, stellen sich die Frage, wann der beste Kurs für den Kauf zu erwarten ist.

Der Kurs ist für den Kauf von Bitcoins jedoch zweitrangig. Sie werden es ohnehin nicht schaffen, den absoluten Tiefststand beim idealen Anbieter zu erwischen, wenn Sie neu ins Geschäft mit dem Bitcoin einsteigen. Wichtiger ist, dass Sie Ihr Geld in Bitcoin kontinuierlich investieren, auf einen seriösen Anbieter setzen und bei kleinen Rücksetzern im Kurs nicht verkaufen, sondern diese zum Nachkaufen nutzen.

Kaufen Sie nicht auf einen Schlag eine große Anzahl an Bitcoins, sondern lieber regelmäßig für weniger Geld. Jemand der beispielsweise über Jahre hinweg einfach jeden Monat 200 Euro in Bitcoins investiert und diese in seiner Wallet, dem digitalen Portemonnaie hält, hat langfristig eine bessere Rendite, als jemand, der einmalig 10.000 Euro investiert und dann am besten noch zu einem sehr hohen Preis kauft.

Mit dem Rechner calculator.for-bitcoin.com können Sie berechnen, wie sich welche Investition über einen längeren Zeitraum Ihrer Wahl ausgewirkt hätte. So bekommen Sie ein besseres Gefühl für die Materie und eine Übersicht, wie sich das Kaufen und Verkaufen ausgewirkt hätten.

Der beste Wochentag für den Kauf von Bitcoins

Um dennoch die Frage nach dem besten Kurs zu beantworten: Man hat herausgefunden, dass sich der Dienstag am besten für den Kauf von Bitcoins eignet, weil der Kurs im Wochenvergleich dienstags meist am niedrigsten ist.

Wichtig ist auch, dass Sie sich nicht auf den täglichen Kurs konzentrieren, sondern sich vielmehr eine Übersicht über die langfristige Performance der digitalen Währung verschaffen.

Eine solche Übersicht zeigt sehr schön, wie stark der Coin in den letzten Jahren gewachsen ist und dass selbst temporäre Einbrüche, auch wenn es sich um einen monatelangen Kryptowinter handelte, dem Erfolgskurs des Bitcoins nichts anhaben konnten. Sehen Sie Ihre Investition als langfristige Geldanlage an und halten Sie ihre Bitcoins auf Ihrem Konto bzw. in Ihrer Wallet.

Bis wann kann man noch Bitcoins kaufen?

Bitcoins sind begrenzt. Maximal werden 21 Millionen geschürft werden, was voraussichtlich im Jahre 2140 der Fall sein wird.

Das heißt aber nicht, dass man Bitcoin ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr kaufen kann. Wer Bitcoins besitzt, kann auch dann noch als Anbieter auftreten und diese verkaufen. Es bedeutet nur, dass der Preis immer höher ansteigen wird. Durch das knappe Angebot sind Menschen bereit, immer mehr Geld für Bitcoin zu bezahlen.

Teilweise gab es in letzter Zeit schon eine größere Nachfrage als Bitcoins neu geschürft werden könnten, was auch zu den jüngsten Preisexplosionen geführt hat.

Wann konnte man zum ersten Mal Bitcoins kaufen?

Der Bitcoin entstand 2009, als der erste Block geschürft wurde, auch als „Genesis Block“ bekannt. Damals konnte man den Coin aber noch nicht kaufen. Das erste Mal wurde sein Preis 2010 aufgezeichnet und lag damals bei 0,08 Dollar für einen ganzen Bitcoin.

Welche ist die beste Investitionsstrategie?

Wenn es um den Bitcoin geht, zeigt die geschichtliche Übersicht deutlich, dass es sich auszahlt, Bitcoins lange auf dem Konto bzw. der persönlichen Wallet, aufzubewahren. Sie gewinnen dort nach und nach immer mehr an Wert. Unter Kennern nennt man dieses Halten der Kryptowährung auf dem Konto bzw. in der Wallet auch „Hodl“. Der Begriff ist mehr oder minder absichtlich falsch geschrieben und steht für das englische Wort „hold“, also „halten“.

Was für den Bitcoin gilt, ist aber nicht automatisch auch für Altcoins der ideale Weg. Viele Altcoins haben eine eher kurze Lebenszeit und sollten daher nicht über Jahre auf einem Konto bzw. in der Wallet verwahrt werden, weil sie dann unter Umständen ihren ganzen Wert verlieren.

Beobachten Sie ein Altcoin-Projekt, in das Sie investieren, sehr genau und behalten Sie die Übersicht. Wenn Sie merken, dass den Entwicklern der Enthusiasmus ausgeht, ist es an der Zeit zu verkaufen. Eine Ausnahme stellt hier allenfalls Ethereum dar.

Bitcoin für Anfänger: Die wichtigsten Begriffe einfach erklärt

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Bitcoin-Begriffe: Eine Bitcoin-Münze liegt in einem Buch
Photo by André François McKenzie on Unsplash

Auf den ersten Blick scheint die Welt der Kryptowährungen für Anfänger ganz schön kompliziert. Aber das ist sie gar nicht, wenn man die wichtigsten Begriffe kennt.

Sie sind neu dabei im Bitcoin-Kosmos und haben das Gefühl, ein Buch mit sieben Siegeln vor sich zu haben? Keine Angst, das ist völlig normal. Sie werden jedoch staunen, wie schnell Sie sich sinnvoll und sicher mit dem Thema befassen zu können.

Sie müssen nur die wichtigsten Begriffe kennen und schon können Sie an einer Unterhaltung über Bitcoins souverän teilnehmen. Dann haben Sie auch die Grundlagen parat, die Sie brauchen, wenn Sie Bitcoin kaufen wollen.

Welche Begriffe das sind, erfahren Sie in diesem Artikel.

Bitcoin für Anfänger: Was sind Bitcoins?

Bei Bitcoins handelt es sich um die international führende Kryptowährung. Das Wort „Bitcoin“ setzt sich zusammen aus den Begriffen

  • „bit“, was eine digitale Speichereinheit bezeichnet, und
  • „coin“, also Münze.

„Bitcoin“ bedeutet also so viel wie „digitale Münze“.

Bitcoin ist ein digitales Geld. Im Gegensatz zu herkömmlichen Währungen sind Bitcoins völlig unabhängig von Staaten und Banken und dezentralisiert.

Erfunden wurde der Bitcoin 2009 von dem mysteriösen Satoshi Nakamoto, dessen Identität bis heute nicht geklärt ist. Es ist unklar, ob es sich hinter dem Pseudonym ein einzelner Mensch oder ein Team verbirgt.

Ursprünglich waren Bitcoins als unabhängiges Zahlungsmittel gedacht. Durch die unglaubliche Erfolgsgeschichte im letzten Jahrzehnt sind sie aber zur rentabelsten Investition unserer Zeit geworden.

Was ist der Unterschied zwischen Bitcoin und Bitcoins?

Bitcoin ist der Singular und Bitcoins der Plural. Häufig wird „Bitcoin“ auch als Sammelbegriff für mehrere Arten von Bitcoins verwendet.

Was ist die Blockchain?

Eine Blockchain ist ein dezentrales Protokoll, das alle Veränderungen in den Transaktionen zwischen zwei Parteien transparent erfasst.

Das klingt erst einmal sehr technisch, ist aber recht einfach: Wann immer Bitcoins geschürft oder auch von einer Person zur anderen weitergegeben werden, wird dies in der Blockchain vermerkt. Es wird dann einfach pro Transaktion ein neuer Block an die Blockchain angehängt. Eine Blockchain (zu Deutsch: „Kette von Blöcken“) besteht somit aus vielen aneinandergereihten Blöcken.

Dezentral bedeutet bei der Blockchain, dass es keine zentrale Regulierung gibt, sondern viele Computer an der Aktion beteiligt sind.

Damit dabei alles mit rechten Dingen zugeht, ist Transparenz wichtig. Die entsteht dadurch, dass die Miner (also die Personen, die Bitcoins schürfen bzw. erschaffen) die Informationen Block für Block verifizieren und alle gleichermaßen Zugriff auf das Netzwerk haben. Das unterbindet Manipulationen.

Was ist Bitcoin-Mining?

Beim Mining werden Bitcoins geschürft. Dabei entsteht durch die Rechenleistung vieler Computer die digitale Währung.

Beim Mining nutzt man die Rechenleistung der Computer aber auch zur Verarbeitung von Transaktionen, zur Absicherung und zur Synchronisierung aller Nutzer im Netzwerk.

Das Mining erfolgt dezentral, d. h. die daran beteiligten Computer sind quer über die Welt verteilt. Sobald ein Miner einen sog. Block geschürft hat, erhält er dafür eine Belohnung.

Ein Block enthält sämtliche Transaktionen eines bestimmten Zeitraums, zusammengefügt in einer Liste. Ein Miner bestätigt die Transaktionen und trägt sie in ein Kontenbuch ein

Der Unterschied zwischen Kryptowährungen und „normalem“ Geld ist vor allem bei der Herstellung enorm: Bitcoins entstehen durch das Mining, während Fiat-Währungen, also das uns bislang bekannte „normale“ Geld, einfach durch Gelddrucken entsteht.

Was ist die Bitcoin-Hashrate?

Die Kryptowährung Bitcoin entsteht durch Mining (s. o.). Die Geschwindigkeit, mit der neue Blöcke durch die Miner geschürft werden, nennt man Hashrate. Ein anderer Begriff dafür ist Hash Power.

Die Hashrate bezieht sich auf die Leistungsfähigkeit eines Computers, aber auch auf die Geschwindigkeit der Datenverarbeitung im Blockchain-Netzwerk.

Was ist ein Bitcoin-Halving?

Bei einem Halving wird die Belohnung für das Mining eines Bitcoin-Blocks halbiert. Ab dem Zeitpunkt des Halvings erhalten Miner nur noch 50 Prozent der Menge an Bitcoins, die sie bislang für die Verifizierung der Transaktionen erhielten.

Aktuell erhält ein Miner 6,25 Bitcoin für das Schürfen eines Blocks.

Was ist Ethereum?

Ethereum ist die weltweit führende programmierbare Blockchain. Wie andere Blockchains auch, besitzt Ethereum eine Kryptowährung: den Ether (ETH).

Wie Bitcoin kann diese Währung als Zahlungsmittel oder Wertanlage genutzt werden.

Da Ethereum programmierbar ist, gibt es hier mehr Anwendungsmöglichkeiten als bei anderen Blockchains. Zu den derzeit vorhandenen Anwendungen gehören etwa Finanzanwendungen, Wallets oder Spiele.

Was ist Bitcoin Cash?

Bitcoin Cash ist eine Kryptowährung, die 2017 durch eine Hard Fork (also eine Abspaltung) aus dem Bitcoin-Netzwerk entstanden ist.

Bitcoin Cash ist nach Marktkapitalisierung die viertgrößte Kryptowährung.

Was sind Altcoins?

„Altcoins“ ist die Abkürzung für „alternative Coins“. Es handelt sich dabei um andere Kryptowährungen neben dem Bitcoin, die nach dem Prinzip der Blockchain geschaffen werden, aber nicht Bitcoin sind.

Altcoins funktionieren wie Bitcoin als Wertspeicher. Bekannte Altcoins sind neben dem oben erwähnten Bitcoin Cash u. a. auch:

  • Litecoin
  • Monero
  • IOTA
  • Stellar
  • EOS
  • Dash
  • NEM

Was ist eine Wallet?

Eine Wallet ist ein digitales Portemonnaie, in dem man die Kryptowährung einfach aufbewahrt.

Es gibt Hot Wallets und Cold Wallets. Hot Wallets sind Apps für das Handy, Tablet oder den Computer, die mit dem Internet verbunden sind.

Cold Wallets sind etwa USB-Stick-ähnliche Geräte wie Ledger oder Trezor, auf denen man seine Bitcoins unabhängig vom Internet aufbewahrt.

Mehr zum Thema lesen Sie hier: ►Wallet für Bitcoins: Das müssen Sie wissen

Was ist der Public Key?

Um Bitcoin von einer Person zu einer anderen in einer Transaktion zu übertragen, braucht man einen Public Key. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn Sie mit Bitcoins bezahlen wollen.

Der Public Key ist ähnlich wie eine IBAN. Wenn Sie jemandem Ihren Public Key mitteilen, kann er Ihnen Kryptowährungen auf die Wallet überweisen. Wollen Sie jemandem Geld in einer Transaktion senden, brauchen Sie dessen Public Key.

Der Public Key ist auch wichtig, wenn Sie auf einer Tauschbörse oder einem Krypto-Marktplatz Kryptowährungen gekauft haben. Mit dem Public Key übertragen Sie die Währung in einer Transaktion auf Ihre digitale Geldbörse, die oben bereits erwähnte Wallet.

Was ist der Private Key?

Neben dem Public Key verfügt Ihre digitale Geldbörse über einen Private Key. Dieser ist vergleichbar mit einer PIN, die Sie bei einer Bankkarte besitzen.

Den Private Key brauchen Sie nicht für Transaktionen. Im Gegenteil: Er sollte niemals Dritten mitgeteilt werden, weil diese sonst Zugriff auf Ihre Bitcoins haben!

Für die sichere Aufbewahrung des Private Keys ist der Nutzer allein verantwortlich. Vergisst man den Private Key, gibt es keine Möglichkeit, diesen wiederherzustellen.

Es kursieren immer wieder Meldungen in den Medien von Menschen, die Bitcoin im Wert von mehreren Millionen Euro oder Dollar auf Ihrer Wallet haben und sich nicht mehr an ihren Private Key erinnern können.

Was ist ein Krypto-Marktplatz?

Ein Krypto-Marktplatz wie etwa bitcoin.de ist eine Internetseite, auf der Kryptowährungen gehandelt werden. Das Prinzip ist ähnlich wie an einer klassischen Börse: Es treffen sich Käufer und Verkäufer. Sie können dort ►Bitcoins online kaufen.

Der Verkäufer macht ein Preisangebot, welches der Käufer akzeptieren oder ausschlagen kann. Wird man sich einig, wird die digitale Währung in einer Transaktion an den Käufer übertragen.

Kryptowährungen sind nicht zentral reguliert und haben daher keinen Einheitspreis. Der Preis ergibt sich schlicht aus Angebot und Nachfrage und kann von Anbieter zu Anbieter leicht variieren.

Erfahren Sie mehr dazu: ►Wie entsteht der Preis für Bitcoins?

So viel wäre Ihre Bitcoin-Investition heute wert

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Aufgefächerte Euro-Banknoten

Hier können Sie berechnen, wie viel ein Bitcoin-Investment aus den vergangenen Jahren heute wert wäre. Probieren Sie es einfach mal aus. (Ärgern erlaubt)

Der Rechner ist leider nur in englischer Sprache verfügbar. Sie können die Währung aber auf Euro umstellen. Im ersten Feld tragen Sie die Summe ein, die Sie investiert hätten. Dann wählen Sie das Datum Ihres Bitcoin-Kaufes und wählen >Submit<, um das Ergebnis zu berechnen.

Hätten Sie bspw. am Valentinstag 2011 nur 100 Euro in Bitcoin investiert, wären diese jetzt (Stand: Januar 2021) knapp 2,5 Millionen Euro wert. Eine Rendite zum Verlieben!

Sie wollen mehr über den Bitcoin-Kurs erfahren? Dann lesen Sie auch: ►Wie entsteht der Preis für Bitcoins?

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in Bitcoin on

Was sind Bitcoins?

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Drei als Bitcoins geprägte, goldene Münzen

Bitcoins existieren nur digital. Doch wie kann das funktionieren? Und wie kann man Bitcoins eigentlich besitzen? Wir erklären die Einheiten des digitalen Geldes, die niemand von uns sehen kann.

Bitcoin ist das erste echte Internetgeld. Das bedeutet, es gibt weder Scheine noch Münzen. Alles ist rein digital. Auch für die Geldeinheiten von Bitcoin, die Bitcoins, bedeutet das: Man kann sie nicht anfassen.

Für viele von uns ist das ungewohnt. Gerade in Deutschland hat Bargeld nämlich noch immer eine große Bedeutung. Während elektronisches Bezahlen in vielen anderen Ländern zunehmend auf dem Vormarsch ist, ist bar zu zahlen hierzulande immer noch sehr beliebt. „Nur Bares ist Wahres“, weiß ja auch der Volksmund.

Bitcoin ist dem Trend voraus

Doch die Zeiten ändern sich. Auch das Bargeld wie wir es bisher kennen, könnte bald digitalisiert werden. In vielen Zentralbanken laufen bereits die Pläne für digitales Bargeld, den digitalen Euro oder ähnliche Projekte.

Bitcoin ist dem allgemeinen Trend daher letztlich nur voraus. Denn keine physische Form zu haben, erleichtert die Verwendung von Geld enorm. Versuchen Sie mal einen Sack Münzen zu einem Freund oder Verwandten ans andere Ende der Welt zu schicken. Das kostet nicht nur Unsummen, sondern dauert auch Tage, vielleicht sogar Wochen.

Andererseits – wenn Bitcoin und anderes digitales Geld nur noch aus Einsen und Nullen besteht, wie kann das funktionieren? Wie wird verhindert, dass das Geld einfach beliebig kopiert wird, so wie wir Musik, Fotos und andere Daten schnell und einfach im Netz kopieren und vervielfältigen können?

Woraus bestehen Bitcoins?

Bitcoins bestehen natürlich nicht einfach nur aus Einsen und Nullen. Dann wäre es nämlich wirklich zu einfach, einen Bitcoin zu nehmen, ihn zu kopieren und zwei daraus zu machen.

Ein Geld, bei dem das möglich wäre, wäre ein schlechtes Geld. Es würde zu Betrug einladen und letztlich seinen Wert verlieren, wenn es jeder nach Gutdünken einfach selbst herstellen könnte. Nicht ohne Grund ist es ja auch verboten, Banknoten auf einen Kopierer zu legen.

Bei Bitcoins spielt es daher auch eine Rolle, wie diese digitalen Geldeinheiten erzeugt werden. Das kann nämlich nicht einfach jeder so. Es geschieht vielmehr nach festen Regeln. Diese Regeln gibt bei Bitcoin die Software vor, die die Grundlage des Bitcoin-Netzwerks bildet: das Bitcoin-Protokoll.

In diesem Protokoll ist klar definiert, unter welchen Bedingungen neue Bitcoins erzeugt werden und wer sie bekommt. In der Regel sind das diejenigen, die dem weltweit verteilten Bitcoin-Netzwerk Rechenleistung zur Verfügung stellen. Diese Rechenleistung ist notwendig, damit Transaktionen ausgeführt werden können. Denn damit Bitcoin als Geld funktionieren kann, muss man damit auch bezahlen können. Die Bitcoins müssen also ihren Besitzer wechseln können.

Wie entstehen Bitcoins?

Vor dem Bezahlen steht jedoch das Erschaffen. Das passiert immer dann, wenn die Blockchain, das zentrale Kassenbuch von Bitcoin, um einen neuen Datensatz erweitert wird.

Dieser Datensatz – man kann ihn sich wie eine neue Seite in dem Kassenbuch vorstellen – wird im Schnitt alle zehn Minuten von einem sogenannten Miner angelegt. Die Miner sind diejenigen Personen, welche die Rechenleistung ihrer hochspezialisierten Computer dem Bitcoin-Netzwerk zur Verfügung stellen. Als Belohnung für diese Arbeit bekommt der Miner ein paar Bitcoins im Blockchain-Kassenbuch gutgeschrieben.

Die Menge der neu entstehenden Bitcoins ist dabei jedoch streng limitiert. Schließlich ist im Protokoll festgelegt, dass es niemals mehr als 21 Millionen Bitcoins geben wird. Dass dieses Limit eingehalten wird, überwachen alle Teilnehmer des Bitcoin-Netzwerks gemeinsam.

Zehntausendfache Kontrolle

Mehrere zehntausend Computer auf der ganzen Welt kontrollieren daher Tag und Nacht, dass alles bei Bitcoin mit rechten Dingen zugeht. Nur dann, wenn die Mehrheit dieser Rechner von der Richtigkeit aller im Blockchain-Kassenbuch getätigten Einträge überzeugt ist, werden sie gültig.

Versuche, diese kollektive Buchführung zu manipulieren, sind so aufwändig und teuer, dass es sich schlichtweg nicht lohnt: Die Kosten eines Angriffs würden den Ertrag bei Weitem überschreiten.

Bitcoin existiert nur digital. Es gibt keine Scheine oder Münzen.

Bislang konnte niemand das System knacken

Am Ende sind Bitcoins also nicht einfach nur beliebige Kombinationen aus Einsen und Nullen, es sind Einträge in dem Kassenbuch, das von dem leistungsfähigen Computernetzwerk der Welt geschützt wird.

In den mehr als zehn Jahren, die Bitcoin nun schon existiert, ist es noch niemandem gelungen, den Schutz dieses Netzwerks zu überwinden. Und das gilt, obwohl es ein äußerst lukratives Ziel ist und man Zugriff auf digitales Geld im Gesamtwert von mehreren Milliarden Euro erlangen könnte.

Wie kann man Bitcoins besitzen?

Doch wenn Bitcoins letztlich „nur“ Einträge im Blockchain-Kassenbuch sind, wie können wir sie dann besitzen? Wie können wir Bitcoins in einer ►Wallet auf dem Smartphone haben und damit bezahlen?

Lesen Sie dazu auch: ►Mit Bitcoins bezahlen: So geht’s

Tatsächlich hat niemand wirklich Bitcoins auf seinem Telefon oder Computer. Was uns unsere Wallet, also das digitale Portemonnaie, anzeigt, ist letztlich das Guthaben, über das wir in der Blockchain verfügen. Dort haben wir eine Art Konto mit unserem Bitcoin-Guthaben.

Die Wallet, mit der wir unsere Bitcoins versenden, verwaltet dieses Geld daher nur indirekt. Sie hat nämlich den Schlüssel, der es erlaubt, unser Bitcoin-Guthaben in der Blockchain von einem Konto auf ein anderes zu transferieren.

Jedes Konto ist dabei eine Art Briefkasten in einer gigantischen Sammlung von Briefkästen. In jeden dieser digitalen Blockchain-Briefkästen kann man ganz einfach Bitcoins einwerfen.

Doch um sie aus einem bestimmten Fach wieder herauszunehmen, braucht man zwingend den zugehörigen digitalen Schlüssel. Genau den verwaltet die Wallet und man muss gut auf ihn aufpassen. Denn wer den Schlüssel zu einer Bitcoin-Adresse verliert, der verliert auch den Zugang zu seinen Bitcoins.

Bitcoin-Schlüssel sind somit letztlich genauso viel wert, wie die Bitcoins, zu denen sie den Zugang ermöglichen. So gesehen ist es also auch nicht falsch zu sagen, dass eine Bitcoin-Wallet Bitcoins verwaltet.

Wie viele Untereinheiten hat ein Bitcoin?

Beim Euro gibt es Cents, bei der Mark waren es Pfennige. Praktisch jede Währung verfügt über Untereinheiten.

Bei Bitcoin ist das ähnlich, allerdings sind die Untereinheiten hier viel anwenderfreundlicher. Ein weiterer Vorteil von digitalem Geld ist nämlich, dass es sich sehr viel leichter teilen lässt als physisches. Ein Bitcoin hat daher nicht nur 100 Untereinheiten wie wir es von Geld bisher gewohnt sind. Stattdessen besteht ein Bitcoin aus 100 Millionen Untereinheiten. Sie werden Satoshis genannt. Als Erinnerung an den Erfinder von Bitcoin: Satoshi Nakamoto.

Bitcoin. Was ist das eigentlich?

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Goldene Münzen mit Bitcoin-Prägung
Prague, Czech Republic - January 1, 2000: Studio shot of Bitcoin coin .Symbol of a new virtual currency .

Bitcoin, Kryptowährungen, Blockchain – all diese Begriffe tauchen seit Jahren immer wieder in den Medien auf. Doch was ist Bitcoin eigentlich? Wir erklären es Ihnen. Einfach und verständlich.

Bitcoin: Bestimmt haben Sie davon in den letzten Jahren schon einmal gehört oder gelesen. Vielleicht besitzen Sie ja auch selbst schon Bitcoins oder kennen jemanden in Ihrem Umfeld, der mit Kryptowährungen handelt.

Dann geht es Ihnen wie den meisten Menschen: Umfragen zufolge haben rund 90 Prozent der Deutschen mittlerweile von dem digitalen Geld Bitcoin gehört.

Weltweit, so schätzen Forscher der Universität Cambridge, gibt es bereits rund 100 Millionen Bitcoin-Nutzer, Tendenz weiter steigend.

Eigentlich dürfte es Bitcoin gar nicht geben

Doch warum interessieren sich überhaupt so viele Leute für Bitcoin? Denn glaubt man den Meinungen vieler etablierten Finanz-Experten der vergangenen Jahre, dann dürfte es dieses neuartige Internetgeld eigentlich gar nicht geben. Bricht es doch mit zu viel von dem, was wir bisher über Geld zu wissen meinen.

Jedes Mal, wenn der Bitcoin-Kurs spektakulär abgestürzt ist, wurde das Projekt daher auch von Politikern, Investoren, Ökonomen und in vielen Medien lautstark für tot erklärt.

Lesen Sie dazu auch: ►Wie entsteht der Preis für Bitcoins?

Doch Totgesagte leben bekanntlich länger und im Falle von Bitcoin gilt das wohl ganz besonders. Denn auch wenn der Bitcoin-Kurs kurzzeitig immer wieder schwankt und dabei durchaus extrem nach oben und unten ausschlägt, so ist die Kryptowährung insgesamt über die Jahre hinweg sehr beständig gewachsen.

Mit minimalem Einsatz zum Millionär

War ein Bitcoin Ende 2010 noch weniger als einen US-Dollar wert, so kostet ein Bitcoin jetzt, rund zehn Jahre später (Anfang 2021) bereits mehr als 31.000 US-Dollar. Das entspricht einem unfassbaren Kurszuwachs von mehr als drei Millionen Prozent.

http://bitcoineinfach.de/bitcoin-verstehen/bitcoin-rechner-so-viel-waere-ihre-bitcoin-investition-heute-wert/

Kein Wunder also, dass in den vergangenen Jahren auch immer wieder von glücklichen Bitcoin-Millionären zu hören war, die mit minimalem Einsatz unfassbar reich geworden sind.

Wo ist der Haken?

Doch sollten diese Zahlen auch skeptisch werden lassen. Drei Millionen Prozent Gewinn? Das klingt doch viel zu schön, um wahr zu sein und kann nicht mit rechten Dingen zugehen. Wo also ist der Haken?

Und tatsächlich gibt es auch bei Bitcoin einen. Denn auf der einen Seite ist es zwar leicht an Bitcoins zu kommen. Sie können sie online bei spezialisierten Börsen und Marktplätzen kaufen, von Person zu Person und sogar an über 11.000 Automaten in mehr als 70 Ländern. Doch noch sehr viel leichter als an Bitcoins zu kommen, ist es, sie wieder zu verlieren.

100 Millionen Euro auf dem Müll

Zu trauriger Berühmtheit kam zum Beispiel der Brite James Howells, der 2013 versehentlich die Festplatte wegwarf, auf der er seine ►Bitcoin-Wallet mit den Schlüsseln zu 7.500 Bitcoins gespeichert hatte. Ein teurer und ärgerlicher Verlust war das schon damals, der mit dem weiter steigenden Kurs jedoch immer schmerzhafter wird. Heute sind diese Bitcoins immerhin rund 200 Millionen Euro wert (Stand: Januar 2021).

Es überrascht daher auch nicht, dass James Howells zwischenzeitlich sogar die gesamte Müllkippe seiner Heimatstadt nach der Festplatte durchsuchen lassen wollte. Mittlerweile hat er das Kapitel jedoch abgeschlossen und sich mit dem Verlust arrangiert.

Und damit ist er nicht allein: Schätzungen gehen davon aus, dass mittlerweile rund vier Millionen Bitcoins auf die eine oder andere Art verloren gegangen sein könnten. Das ist eine erschreckend große Menge. Die maximale Anzahl aller Bitcoins ist schließlich auf 21 Millionen beschränkt.

Der Schlüssel zum unsichtbaren Tresor

Doch sind Bitcoins wie die von James Howells genau genommen gar nicht verloren. Schaut man in die Blockchain, das digitale Kassenbuch, über das das Bitcoin-Netzwerk sämtliche Zahlungen und Transaktionen mit dem digitalen Geld dokumentiert und absichert, so sind seine Bitcoins und die aller anderen darin immer noch zu finden.

Bitcoins existieren schließlich nicht auf Festplatten, sondern nur im Internet. Und das Netz vergisst bekanntlich nichts. Doch lassen sich diese Bitcoins ohne die zugehörigen digitalen Schlüssel eben nicht mehr ausgeben.

Man kann sich das wie einen großen transparenten Tresor vorstellen. Wir können zwar sehen, dass das Geld darin liegt. Ohne den passenden Schlüssel kommen wir jedoch nicht daran.

Auch nicht mit Gewalt. Denn der Tresor besteht aus Mathematik und akzeptiert einzig und allein die eine richtige Lösung. Kennt man diese nicht, kann man nur raten. Doch stehen die Chancen dafür unvorstellbar schlecht: Selbst wenn Sie seit Beginn des Universums in jeder Sekunde einhundert Mal geraten hätten, so hätten Sie dennoch bis heute nur einen minimalen Bruchteil der möglichen Antworten ausprobiert und würden den Tresor wohl auch in einer weiteren Billion Jahren nicht aufbekommen.

Bitcoin: eine Währung frei von politischer Einflussnahme

Das ist die Besonderheit der Kryptographie, auf deren Einsatz nicht nur die Bezeichnung Kryptowährung zurückgeht, sondern die Bitcoin an vielen Stellen sicher und besonders macht.

Denn anstatt wie bisherige Währungen durch Notenbanken, Staaten und Finanzinstitutionen abgesichert zu werden, ist Bitcoin das erste Geld der Menschheit, das auf den unumstößlichen Prinzipien von Mathematik und Physik basiert. Damit eignet es sich nicht nur besonders gut für den Einsatz im Digitalen, sondern ist gleichzeitig auch noch frei von politischer Einflussnahme und Instrumentalisierung. Das ist im Übrigen auch einer der Gründe, warum so viele Leute weltweit auf Bitcoin vertrauen.

Als neuestes Kapitel in der jahrtausendealten Geschichte des Geldes ist das digitale Geld damit eine konsequente Weiterentwicklung. So wie die digitale Revolution insgesamt kein vorübergehendes Phänomen ist, gilt das auch für die Digitalisierung des Geldes. Es wäre daher falsch anzunehmen, Bitcoin sei nur eine vorübergehende Mode-Erscheinung und werde von allein wieder verschwinden. Das Gegenteil ist der Fall. Bitcoin wächst und etabliert sich immer weiter. Denn in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft ist auch ein echtes digitales Geld letztlich unausweichlich.

Umso wichtiger ist es daher, dass wir uns gut mit diesem Phänomen auseinandersetzen und es verstehen. Jeder für sich, aber auch gemeinsam als Gesellschaft. Denn noch ist Bitcoin ein sehr junges Phänomen und wir sind gerade dabei zu lernen, welches Potenzial, welche Chancen und welche Risiken diese neue Form von Geld mit sich bringt.

Genau das macht jedoch auch den Reiz aus. Weil Bitcoin noch so neu ist, gibt es viele Möglichkeiten, um daran teilzunehmen und das digitale Geld aktiv mitzugestalten. Man muss einfach nur anfangen. Wie das geht, erfahren Sie auf unserer Website. Hier finden Sie alle Informationen, die Sie brauchen, um über Bitcoin Bescheid zu wissen und damit zu handeln.

Bitcoin: Währung, Technologie und Geldsystem

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Eine als Bitcoin geprägte, goldene Münze
Photo by André François McKenzie on Unsplash

Ist Bitcoin nicht dieses digitale Geld? Stimmt. Doch ist das nur eine von drei Bedeutungen, die der Begriff haben kann. Neben dem Namen einer Kryptowährung, steht Bitcoin auch für eine neue Technologie und für eine gesellschaftliche Bewegung. Alle drei Dinge sind untrennbar miteinander verbunden.

Hier Bitcoins kaufen! Wollen Sie mit Bitcoin bezahlen? Wie viel ist ein Bitcoin gerade wert? Wenn in der Öffentlichkeit von Bitcoin die Rede ist, geht es in den meisten Fällen um digitales Geld.

Das ist naheliegend. Immerhin wurde Bitcoin mit dem expliziten Anspruch ins Leben gerufen, eine ganz neue, zeitgemäße Form von Geld zu sein. Ein Geld, das statt von Staaten und Banken von Mathematik und Algorithmen gesteuert wird. Ein Geld, das auf diese Weise stabil, verlässlich und krisensicher sein soll.

Neues Geld muss her

Das ist ein durchaus berechtigtes Interesse. Immerhin sind Krisen in unserem jetzigen Geldsystem eher die Regel als die Ausnahme. Al­lein in den knapp 40 Jahren zwischen 1970 und 2007 zählte der Internationale Währungsfonds 124 Bankenkrisen, 326 Währungskrisen und 64 Staatsverschuldungskri­sen auf nationaler Ebene.

Zwar waren viele davon eher klein und regional begrenzt, doch kommt es hin und wieder eben auch zu gewaltigen Krisen. Solchen, die die ganze Welt erschüttern und jahrzehntelange Nachwirkungen mit sich bringen.

2008 ging die US-Großbank Lehman Brothers pleite

Bitcoin ist krisenresistentes Geld

So wie zuletzt 2008. Das Jahr, in dem nicht zufällig auch Bitcoin zum ersten Mal in Erscheinung trat. Nur wenige Wochen nachdem die US-amerikanische Großbank Lehman Brothers spektakulär pleiteging und Regierungen auf der ganzen Welt Rettungspakete schnüren mussten für all die Banken, die sich zuvor in ihrer Profitgier gehörig verspekuliert hatten. Eine alternativlose Maßnahme, wie es damals hieß und eine bittere Pille, die der Steuerzahler schlucken musste. Es gab ja keine andere Lösung.

Genau das soll Bitcoin nun ändern. Es soll eine bessere Alternative zu dem krisenanfälligen bestehenden Geldsystem sein: ein modernes, sicheres und verlässliches Geld.

Innovative Technologie und Transparenz

Doch ist Bitcoin mehr als einfach nur Geld. Denn damit Bitcoin als neues digitales Geld überhaupt funktionieren konnte, brauchte es unter der Haube auch eine innovative Technologie. Irgendwie muss dieses neue Geld ja auch organisiert und dessen sichere Verwendung zuverlässig gewährleistet werden.

Die Erzeugung von neuen Geldeinheiten, eine verlässliche Buchführung, Transaktionen durchführen und Zahlungen abwickeln – all das, was normalerweise Banken unter Ausschluss der Öffentlichkeit in ihren Hochsicherheits-Rechenzentren erledigen, wird bei Bitcoin von einem gigantischen Computernetzwerk abgewickelt. Direkt im Internet und für jeden offen und frei einsehbar.

Lesen Sie auch: ►Wie finde ich den besten Bitcoin-Preis?

Warum haben wir noch kein digitales Geld?

Dass dabei alles mit rechten Dingen zugeht und niemand die Bücher manipulieren kann, ist eine der großen Herausforderungen. Sie ist auch der Grund, warum wir nicht schon längst digitales Geld haben. Die Idee für eine echtes Internetgeld ist schließlich nicht neu. Sie ist so alt wie das Internet selbst.

Schon seit Jahrzehnten wird über E-Geld nachgedacht, dazu geforscht und damit experimentiert. Der Wirtschaftsnobelpreisträger Milton Friedman hat beispielsweise in einem Interview zehn Jahre vor der Erfindung von Bitcoin darüber gesprochen, wie er sich ein internetbasiertes E-Cash vorstellt: als eine Art elektronisches Bargeld, das man ebenso einfach verwenden könne, wie man eine Banknote übergibt – nur eben direkt über das Internet und ohne Bank.

Die technische Umsetzung schien lange unmöglich

Auch wenn Milton Friedman die Umsetzung seiner Vision zu seinen Lebzeiten selbst nicht mehr erlebt hat, so ist es doch erstaunlich, wie sehr sich seine Beschreibungen von damals in vielen Punkten mit dem decken, was wir heute als Bitcoin kennen. Die Kryptowährung gilt dementsprechend auch als erste echte Umsetzung eines digitalen Bargelds.

Trotzdem: Dass es Bitcoin überhaupt gibt, ist keine Selbstverständlichkeit und überaus bemerkenswert. Denn so fortschrittlich auch die Visionen diesbezüglich von Friedman und all den anderen E-Cash-Visionären waren. Die technische Umsetzung galt lange Zeit als unmöglich. Daher scheiterten auch lange Zeit alle Versuche.

Digitales Geld galt lange Zeit als nicht realisierbar.

Kopiermaschine Internet: Für Geld eher unpraktisch

Ein Grund für die Schwierigkeiten war das Internet. Denn genau das, was das Internet für uns so praktisch und erfolgreich macht, ist dessen Schwachpunkt, wenn man Geld darin verwalten will. Denn damit ein digitales Geld wie Bitcoin seinen Wert behält, muss sichergestellt werden, dass niemand es fälschen, heimlich vervielfältigen und dasselbe Geld mehrfach ausgeben kann.

Genau das ist im Internet jedoch eigentlich nicht möglich. Denn die große Stärke des World Wide Web ist ja gerade, Daten schnell, einfach und effizient zu vervielfältigen. Das Internet ist quasi eine riesige Kopiermaschine. Vervielfältigen ist das, was es am besten kann und was es zur bedeutendsten Infrastruktur unserer Zeit gemacht hat. Musik streamen, Fotos teilen, Videotelefonate in Echtzeit ans andere Ende der Welt, soziale Netzwerke, Daten in der Cloud speichern, Instant Messenger und viele weitere internetbasierte Anwendungen sind längst zum unverzichtbaren Teil unseres Alltags geworden.  

Warum Bitcoin nicht geknackt werden kann

Bei Bitcoin wurde das Kopiermaschinen-Problem letztlich mit einem genialen Kniff gelöst. Weil das Internet so gut darin ist, Daten zu vervielfältigen, wird das zentrale Kassenbuch, das sämtliche Bitcoins verwaltet – man nennt es die Blockchain – einfach zehntausendfach kopiert. Um es zu fälschen oder dasselbe Geld zwei Mal auszugeben, müsste ein Angreifer den entsprechenden Eintrag somit nicht nur in einem, sondern in der Mehrheit dieser zehntausenden Kassenbücher gleichzeitig fälschen.

Das ist seit dem Beginn von Bitcoin noch niemandem gelungen, obwohl so ein Angriff lukrativ wäre. Immerhin verwaltet und organisiert die Bitcoin-Blockchain digitales Geld im Wert von mehreren hundert Milliarden Euro. Und all dies ist direkt im Internet frei einsehbar für jeden, der das möchte.

Bitcoin ist also nicht nur ein digitales Geld, es ist ein ganzes Geldsystem. Eines, das auf einer neuen Technologie beruht und das statt von Staaten und Banken von Menschen betrieben wird. Menschen, die in der nächsten Krise einfach eine Alternative haben wollen.

Bitcoins kaufen: Das müssen Anfänger wissen

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Bitcoins kaufen: Bildschirm mit Kursen verschiedener Kryptowährungen

Viele Anfänger fragen sich aktuell, ob Sie Bitcoins kaufen sollen. Der Bitcoin ist spätestens seit der unglaublichen Kursrallye in den letzten Monaten in aller Munde. Es vergeht kein Tag ohne spektakuläre Meldungen rund um die älteste Kryptowährung. 

Heutzutage ist es bei weitem einfacher Bitcoins zu kaufen, als das noch vor zwei bis drei Jahren war. Dennoch wissen viele Menschen, die sich erst seit kurzem mit der Welt der Kryptowährungen rund um Bitcoin, Ethereum etc. beschäftigen nicht, wie das geht. 

In diesem Artikel verraten wir Ihnen deshalb alles, was Sie über den Kauf der Kryptowährung Bitcoin und Co. wissen müssen. 

Was spricht für den Kauf von Bitcoins?

Bitcoin war DAS Investment des letzten Jahrzehnts. Wenn jemand 2011 für wenige Euro Bitcoins gekauft hätte, wäre er Ende 2020 Multimillionär gewesen. 

Der Bitcoin-Kurs hat im letzten Jahrzehnt eine Performance von 80.000 Prozent hingelegt. Experten sagen allerdings, dass sich Bitcoin aktuell noch in den Kinderschuhen befindet. Der Preis für einen Bitcoin ist kein Schnäppchen mehr, hat aber noch lange nicht sein volles Potenzial ausgeschöpft. 

http://bitcoineinfach.de/bitcoin-verstehen/bitcoin-rechner-so-viel-waere-ihre-bitcoin-investition-heute-wert/
(Ärgern erlaubt, Rechner in englischer Sprache)

80.000 Prozent Wertzuwachs werden es beim Bitcoin in den nächsten zehn Jahren vielleicht nicht mehr werden, von einigen Tausend Prozent darf man bei der Kryptowährung aber ausgehen. Es gibt derzeit kein anderes Asset auf dem Markt, das so renditestark ist wie der Bitcoin. Deshalb lohnt sich eine Investition in BTC, wie man Bitcoin auch nennt.

Wo kann ich Bitcoins kaufen?

Wer Bitcoin kaufen oder verkaufen möchte, hat heutzutage viele Möglichkeiten. Am bekanntesten, einfachsten und sichersten ist es, BTC an einer der vielen großen Krypto-Börsen oder auf einem Krypto-Handelsplatz zu erwerben.

Bitcoin und andere Kryptowährungen gibt es bei bekannten Krypto-Börsen wie bitcoin.de, Kraken, Binance oder Bitstamp. Sehr beliebt ist heutzutage auch eToro, wo es neben Bitcoin auch eine große Auswahl an anderen Kryptowährungen gibt. 

Lesen Sie dazu auch: Wo kann ich ►Wo kann ich Bitcoins online kaufen? 

In einigen Ländern, darunter auch Deutschland, kann man Bitcoins auch an speziellen Automaten kaufen. Wer seine Coins lieber offline kaufen und verkaufen möchte, hat etwa bei Bitcoin-Fantreffen die Möglichkeit, Bitcoins von den Teilnehmern zu kaufen.

Mehr dazu: ►Wie kann man Bitcoins kaufen?

Welche Bitcoin-Anbieter gibt es?

Es gibt Krypto-Marktplätze wie bitcoin.de, auf denen Sie von anderen Mitgliedern Bitcoin erwerben können. Dabei macht ein Verkäufer ein Angebot. Sobald ein Käufer bereit ist, den geforderten Preis zu zahlen, erfolgt der Verkauf. 

Krypto-Börsen wie Bitstamp, Binance, CEX.IO oder Kraken funktionieren ähnlich wie die „richtige“ Börse. Im Gegensatz zum Marktplatz läuft der Handel mit Bitcoin hier automatisiert. 

Auf Plattformen wie eToro haben Sie die Möglichkeit, einfach Bitcoins und andere Kryptowährungen zu handeln. Sie können hier relativ schnell loslegen und Geld über PayPal einzahlen. 

Eine schöne Alternative für Einsteiger ist die BisonApp, bei der der Krypto-Handel sehr unkompliziert möglich ist. Wer auf eine große Auswahl an alternativen Kryptowährungen Wert legt und es dennoch möglichst einfach mag, wird bei eToro finden, was er sucht.

Lesen Sie dazu auch: ►Den richtigen Bitcoin-Anbieter finden: So geht’s

Wo kann ich Bitcoins online kaufen?

Sie können Kryptowährungen bei allen bekannten Börsen und Handelsplätzen wie Kraken, Binance, eToro oder Bitpanda mit „normalem“ Geld wie beispielsweise Euro erwerben. 

Heutzutage verfügen fast alle Anbieter über benutzerfreundliche Oberflächen. Im Gegensatz zu früher können Sie aber nicht mehr anonym handeln. Wenn Sie ein Konto bei einem Handelsplatz eröffnen, müssen Sie sich verifizieren. 

Eine schöne Möglichkeit für Einsteiger ist die BISONApp für das Handy, die mit der Börse Stuttgart verbunden ist. Hier können Sie ein Konto eröffnen und nach der Verifizierung sofort mit dem Kauf von BTC, Ethereum, Litecoin, Ripple und BTC Cash beginnen. Die Coins können Sie direkt auf Ihrem Konto aufbewahren, sodass Sie genug Zeit haben, eine passende ►Wallet zu finden.

Wie kann man Bitcoins offline kaufen?

Tatsächlich kann man die digitale Währung ►Bitcoin auch offline kaufen. Dafür gibt es in vielen Ländern weltweit sogar Automaten. 

Wer Coins offline erwerben möchte, braucht zwingend eine Wallet, denn nach dem Kauf müssen die Coins irgendwo aufbewahrt werden. 

Auf verschiedenen Krypto-Treffplattformen im Internet können Sie Menschen in Ihrem Umkreis finden, die bereit sind, Ihnen Kryptos zu verkaufen. Sie können sich direkt mit ihnen treffen und den Kauf abwickeln. Hier ist jedoch Vorsicht geboten! Treffen Sie sich nur an belebten Plätzen und nach Möglichkeit nur mit Nutzern, die gute Bewertungen haben. Zahlen Sie erst, wenn die Coins auf Ihrer Wallet eingegangen sind.

Wie bewahrt man Bitcoins auf?

Das digitale Geld sollte sicher aufbewahrt werden, damit es nicht bei einem Hackerangriff gestohlen wird. Dafür gibt es spezielle Wallets für Bitcoin, die als App auf dem Handy oder Desktop bzw. als Hardware-Variante zu finden sind. 

Was ist eine Hot Wallet?

Eine Hot Wallet, die Sie auf Ihren Endgeräten installieren, ist mit dem Internet verbunden. So können Sie Ihre Bitcoins flexibel kaufen und verkaufen, der Schutz vor einem Hackerangriff ist aber nicht ganz optimal – auch wenn die Sicherheitsfeatures heutzutage sehr viel besser sind als früher. 

Was ist eine Cold Wallet?

Wer auf Nummer sicher gehen will, entscheidet sich für eine Cold Wallet. Dabei handelt es sich um ein Gerät, das einem USB-Stick ähnelt und auf dem Sie Ihre Bitcoins offline aufbewahren können. Eine Cold Wallet bietet Ihnen die derzeit größtmögliche Sicherheit bei der Bitcoin-Aufbewahrung.

Wann sollte ich Bitcoins kaufen?

Gibt es den idealen Zeitpunkt, um Kryptowährungen zu erwerben? Gerade Neueinsteiger sind bestrebt, den niedrigsten Kurs beim Handel mit Bitcoin abzupassen. Wenn Sie meinen, dass der Tiefpunkt erreicht ist, holen sie das Geld vom Konto bei der Bank und stecken es in Bitcoin. Diese Strategie ist nicht die beste. 

Sinnvoller ist es, jeden Monat konstant einen bestimmten Betrag in Bitcoins zu investieren. So profitieren Sie automatisch von den Kursschwankungen. Am besten schneiden Sie ab, wenn Sie Ihre Bitcoins langfristig halten. Spätestens nach vier Jahren sind Sie im Normalfall im Plus. 

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Wie entsteht der Bitcoin-Preis?

Der Preis für einen Bitcoin ergibt sich aus Angebot und Nachfrage. Dass der Kurs über die letzten zehn Jahre so stark angestiegen ist, liegt vor allem am begrenzten Angebot. Es stand von Anbeginn fest, dass es maximal 21 Millionen Bitcoins geben wird. 

Gerade Menschen, die dem „normalen“ Geld (dem sog. Fiatgeld) nicht trauen und eine Inflation fürchten, haben in der Zeit der Corona-Krise massiv in Kryptowährungen investiert. 

Der Bitcoin-Preis unterliegt einer hohen Volatilität, was den traditionellen Aktienkäufer beim Handel leicht aus der Ruhe bringen kann. Relevante Ereignisse und Meldungen aus Wirtschaft und Politik spiegeln sich unmittelbar im Kurs wider. 

Hier gilt: Ruhe bewahren und das größere Bild betrachten. Sehen Sie sich den Kurs von 2011 bis heute an und Sie sehen, dass der Preis langfristig nur eine Richtung kennt: nach Norden.

Ausführlichere Informationen zum Bitcoin-Kurs finden Sie hier: ►Wie entsteht der Preis für Bitcoins?

Wie finde ich den besten Bitcoin-Preis?

Beim Bitcoin handelt es sich um eine dezentrale Währung. Es gibt daher keinen einheitlichen Preis, sondern dieser variiert von Handelsplatz zu Handelsplatz. Meist handelt es sich dabei um wenige Euro Unterschied. 

Wichtiger, als den absolut niedrigsten Preis zu finden, ist, dass Sie Ihre Coins bei einer vertrauenswürdigen Börse erwerben.

Sehen Sie den Kauf von Bitcoin als langfristige Investition und halten Sie Ihre Coins, komme was wolle. Dann werden Sie sie garantiert eines Tages zu einem höheren Preis verkaufen, als Sie sie einst gekauft haben. Auf einige Euro Unterschied beim Kaufpreis kommt es dann nicht mehr an.

Mehr dazu: ►Wie finde ich den besten Bitcoin-Preis?